ANTONIO CHICARI, GEN. „IL PISANO“ (TÄTIG IN ROM 1652–1671)
RAHMEN MIT DEM WAPPEN DER FAMILIE CHIGI
Der reich verzierte Barockrahmen entstand wahrscheinlich nach einem Entwurf des Bildhauers Gian Lorenzo Bernini (1598–1680) im dritten Viertel des 17. Jahrhunderts in Rom.

Die Ausführung für die Familie Chigi erfolgte vermutlich durch den Schnitzer Antonio Chicari oder Chiccari, gen. "il Pisano" (tätig in Rom von 1652–1671). Chicari führte zwischen 1655 und 1671 Rahmen, Kutschen und Möbel für den Kardinal-Nepoten Flavio Chigi, den Prinzen Agostino Chigi, und im Dienste des Chigi-Papstes Alexander VII. (1655–1667) aus.

Die Eichenzweige des Girlandenschmucks auf den Längsseiten des Rahmens und die von Eichenzweigen umkränzten, übereinander gelegten drei sechseckigen Sterne sind als Hinweise auf die Heraldik der Familie Chigi zu verstehen. Die versilberten, heute dunkel angelaufenen Putti an den Ecken, die Muscheln jeweils auf der Mitte der beiden Längsseiten und die Blumen sowie das Weihrauchgefäss auf der Mitte der unteren Rahmenleiste sind dagegen als Hinweise auf Maria zu deuten. Die Köpfe der Putti erinnern an zeitgleiche Entwürfe Gian Lorenzo Berninis.
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Antonio Chicari, gen. „il Pisano“ (tätig in Rom 1652–1671)
Rahmen mit dem Wappen der Familie Chigi, 1675/1700
Holz, reich geschnitzt, versilbert und vergoldet
Höhe 125 cm, Breite 105 cm
Inv.-Nr. KH65
Provenienz: erworben durch Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein im Londoner Kunsthandel
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