MANUFAKTUR DU PAQUIER
TREMBLEUSE
Die Randbordüre der doppelhenkeligen Trembleuse ist eine Mischung aus chinesischen Motiven und dem Laub- und Bandelwerk, das ab 1725 zum unverzichtbaren Bestandteil der Dekore bei Du Paquier gehörte. Der Vogel-Ast-Dekor ist dem der Kaffeekanne (Nr. 24) ähnlich. Ihr Besitzer Joseph Anton Carl Graf zu Oettingen-Wallerstein (1679–1738), der seit 1726 in Wien lebte und kurz vor seinem Tod in den Reichsfürstenstand erhoben wurde, war ein eifriger Kunde der Manufaktur Du Paquier in Wien. Im Nachlassinventar des Fürsten werden etliche Porzellane zum Gebrauch bei Tisch für Tee, Kaffee und Schokolade genannt (vgl.Nr.36), so z.B. Zwey Chocolade Becher mit Räuffren [Reifen], womit wohl die für Trembleusen typischen Galerien gemeint sind.
Zum Seitenanfang  
Manufaktur Du Paquier
Trembleuse, 1730
Hartporzellan, polychrome Aufglasurfarben, Goldhöhung
Höhe 7,5 cm
Inv.-Nr. PO2089
Provenienz: Fürstlich Oettingen-Wallersteinsche Sammlungen, Schloss Harburg. 2004 erworben durch Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein im britischen Kunsthandel
Weitere Exponate des Künstlers
Teekanne, 1730
Verwandte Themen
Barocker Luxus Porzellan – Highlights der Ausstellung
Neuerwerbungen der Fürstlichen Sammlungen
Neuerwerbungen
Neuerwerbungen >>