JOSEPH NIGG
BLUMENSTILLLEBEN MIT WEISSEN WEINTRAUBEN
Zum Wertvollsten des Sammlungsbestands an Porzellan zählen zwei jüngst aus Privatbesitz erworbene prachtvolle, 1838 entstandene Bildplatten (Pendant PO 2080) von Joseph Nigg, dem wohl bedeutendsten Porzellanmaler in Wien. Er setzt die Tradition des holländischen Blumenstilllebens, die im Wiener Biedermeier unter anderem von Waldmüller wieder aufgegriffen worden war, in brillanter Weise auf dem Material Porzellan fort. Diese Bildplatten zählten auch zum technisch Raffiniertesten, was in der Wiener Manufaktur produziert worden war, sie waren beliebte diplomatische Geschenke und fanden in die Kunstsammlungen ihrer Zeit Eingang. Eine eigene Klasse für Blumenmalerei in der Manufaktur zeugt von der Bedeutung, die dieses Genre speziell in der Biedermeierzeit entwickelte. Die Schüler hatten vor der Natur zu zeichnen, die grösste Kunst - neben der rein technischen Fähigkeit zum Brennen so grosser Platten - bestand darin, die Feinheit der Farbnuancen zu erreichen.
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Joseph Nigg
Blumenstillleben mit weissen Weintrauben, 1838
Malerei auf Alt Wiener Porzellan
Höhe 69 cm, Breite 52 cm
sign. und dat. links unten: Jos. Nigg in Wien 1838
Inv.-Nr. PO2079
Provenienz: 2004 zusammen mit Blumenstillleben mit blauen Weintrauben (PO 2080) durch Fürst Hans Adam II. von und zu Liechtenstein im Wiener Kunsthandel erworben
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Blumenstillleben mit blauen Weintrauben, 1838
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