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FERDINAND GEORG WALDMÜLLER
RUINE DES GRIECHISCHEN THEATERS ZU TAORMINA AUF SIZILIEN
Den Höhepunkt der Auseinandersetzung österreichischer Maler mit dem Licht des Südens bilden zweifelsohne die sizilianischen Tempellandschaften von Ferdinand Georg Waldmüller, die zum Eindrucksvollsten zählen, was je von einem Nordländer unter südlicher Sonne gemalt worden ist. Waldmüller hatte seit 1825 den Sommer fast jedes Jahr in Italien verbracht, 1841 kam er erstmals nach Sizilien, das er auch in den nächsten Jahren immer wieder besuchte. In der Ansicht von Taormina breitet er vor uns die Kulisse des zerstörten antiken Theaters aus. Eine Kulisse in doppeltem Sinn: Öffnet sich doch hinter der zerstörten ursprünglichen Bühnenwand das schönste aller möglichen Bühnenbilder, der Golf von Taormina mit dem sanft ansteigenden Ätna im Hintergrund, über dessen Krater sich eine kleine Rauchfahne im Licht des Himmels verliert. Die Darstellung des damals sehr bekannten Blickes über Meer, Landschaft und Proszeniumwand von den obersten Stufen der Zuschauerränge aus unterscheidet sich deutlich von älteren, frühromantischen Ansichten, die die Wirklichkeit wesentlich freier abbildeten.
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Ferdinand Georg Waldmüller
Ruine des griechischen Theaters zu Taormina auf Sizilien, 1844
Öl auf Holz
Höhe 38 cm, Breite 60 cm
sign. und dat. unten Mitte: Waldmüller 1844
Inv.-Nr. GE1595
Provenienz: vor 1872 Galerie Gsell in Wien; im Besitz von M. J. Kohn; 1891 erworben durch Fürst Johann II. von Liechtenstein von der Kunsthandlung Siegmund Lebel in Wien
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