ANTONIO CANOVA
BÜSTE DER VENUS ITALICA ODER PORTRÄT DER PRINZESSIN LEOPOLDINE VON ESTERHAZY, GEB. LIECHTENSTEIN (1788-1846)
Wie bei der Sitzstatue der Clio aus der Sammlung Esterházy stellte sich Antonio Canova auch hier der Aufgabe, das antike Ideal mit einer real existenten Person zu vereinen. In mehreren Zeichnungen hat er Leopoldines Profil festgehalten und studiert, ständig zwischen dem realen Antlitz und der idealen Form des griechischen Vorbildes schwankend. Die ausgeführte Büste steht unentschieden zwischen beiden, als Leopoldine Esterházy oder Venus Italica lässt sie eine entsprechende Deutung weitestgehend offen. Canova näherte sich dem realen Vorbild ausser in der Zeichnung auch in Tonbozzetti und schliesslich in Gipsmodellen 1:1. Alle diese Formen künstlerischen Herantastens haben sich auch im Fall der Leopoldine Esterházy erhalten.
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Antonio Canova
Büste der Venus Italica oder Porträt der Prinzessin Leopoldine von Esterhazy, geb. Liechtenstein (1788-1846), um 1805/1815
Marmor
Höhe 62 cm
Inv.-Nr. SK1406
Provenienz: 1964 erworben durch Fürst Franz Josef II. von und zu Liechtenstein von Graf Alois Podstatzky
Weitere Exponate des Künstlers
Büste des Kaisers Napoleon I. von Frankreich, 1800/1810
Büste des Napoleon Franz, König von Rom (1811-1832), 1812
Sitzstatue der Prinzessin Leopoldine von Esterházy, verh. Liechtenstein (1788–1846), 1805/1815
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