GROSSHERZOGLICHE WERKSTATT FLORENZ (GALLERIA DEI LAVORI), BACCIO CAPPELLI SOWIE GIROLAMO TICCIATI (BRONZEFIGUREN)
KABINETTSCHRANK AUS PIETRA DURA, EBENHOLZ UND VERGOLDETER BRONZE - "BADMINTON CABINET"
Das aus Ebenholz, Bronze und in Pietra Dura gefertigte Kabinett wurde 1726 von Henry Somerset, dem dritten Herzog von Beaufort in Auftrag gegeben. Hergestellt wurde das Möbel in Florenz, in der grossherzoglichen Werkstatt, die jahrzehntelang ausschliesslich für die Medici-Familie arbeitete.

Mit seinen über 3,80 Metern Höhe und einer Breite von 2,30 Metern stellt es zweifelsohne das monumentalste Florentiner Kunstwerk aus dieser Schaffenszeit dar. Auch ist es das bedeutendste Werk dekorativer Kunst, das von einem englischen Kunstmäzen in den letzten 300 Jahren in Auftrag gegeben wurde. Das Badminton Kabinett ist ein Triumph italienischer Handmeisterarbeit und verbindet zahlreiche Formen und Materialien miteinander, unter ihnen wertvoller Lapislazuli, roter und grüner sizilianischer Jaspis, Amethyst, Quarz und viele weitere edle Steine. Bedingt durch seine monumentale Grösse haben mehr als 30 Handarbeiter der grossherzoglichen Werkstatt rund fünf bis sechs Jahre an dem Kabinett gearbeitet.

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Grossherzogliche Werkstatt Florenz (Galleria dei Lavori), Baccio Cappelli sowie Girolamo Ticciati (Bronzefiguren)
Kabinettschrank aus Pietra Dura, Ebenholz und vergoldeter Bronze - "Badminton Cabinet", 1720/1732
Pietra Dura, Ebenholz, vergoldete Bronze
Höhe 386 cm, Breite 233 cm, Tiefe 94 cm
sign. / dat.: Baccio Cappelli Fecit Anno 1720 nella Galleria di S.A.R.
Inv.-Nr. MO1584
Provenienz: beauftragt von Henry Somerset, dem dritten Herzog von Beaufort, im Besitz der Familie bis 1990 Auktion Christie's London 5. Juli 1990, lot 151 erworben von Barbara Piasecka Johnson Auktion Christie's London 9. Dezember 2004, lot 260 erworben durch Fürst Hans Adam II. von und zu Liechtenstein
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