ANTONIO CANOVA

Possagno 1757 - 1822 Venedig
Canova gilt als der innovativste Bildhauer des Neoklassizismus. In seinem Werk scheinen die Forderungen Johann Joachim Winckelmanns Gestalt angenommen zu haben. Für sein frühes Meisterwerk Daedalus und Ikarus (1778/79, Venedig, Museo Correr) wählte er noch den Mittelweg zwischen der naturalistischen Tradition und dem aufkommenden Klassizismus. 1779 ging Canova nach Rom und entwickelte hier seinen revolutionären neuen Stil, der eine bis dahin nicht gekannte Strenge und Reduziertheit mit idealisierter Schönheit verbindet. Das Grabmonument für Papst Clemens XIV. (1783 /1787, Rom, SS. Apostoli) war dafür das erste öffentlich wirksame Zeugnis. Für Tizians Grabmal entwickelte Canova einen neuen Typus, dem auch das Monument von Marie Christine von Österreich (1798–1805, Wien, Augustinerkirche) folgt. In seinem Purismus übertraf Canova den idealisierenden Formenkanon der klassischen Antike. Berühmt wurden Amor und Psyche (1783 bis 1793, Paris, Louvre) und Die drei Grazien (1812/ 16, St. Petersburg, Eremitage). Die faszinierendste unter seinen Porträtbüsten, in denen er oft ein klassizierendes Format mit der naturalistischen Wiedergabe einzelner charakteristischer Merkmale kombinierte, ist jene der Paolina Borghese Bonaparte als Venus Victrix (1804/08, Rom, Galleria Borghese).
Antonio Canova
Büste der Venus Italica oder Porträt der Prinzessin Leopoldine von Esterhazy, geb. Liechtenstein (1788-1846), um 1805/1815

Marmor, Höhe 62 cm
Inv.-Nr. SK1406
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Antonio Canova
Büste des Kaisers Napoleon I. von Frankreich, 1800/1810

Marmor, Höhe 68 cm
Inv.-Nr. SK622
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Antonio Canova
Büste des Napoleon Franz, König von Rom (1811-1832), 1812

Marmor, Höhe 50 cm
Inv.-Nr. SK623
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Antonio Canova
Sitzstatue der Prinzessin Leopoldine von Esterházy, verh. Liechtenstein (1788–1846), 1805/1815

Marmor, Höhe 146 cm, Breite 110 cm
Esterhazy Privatstiftung
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